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Lebenskompetenz -
starke Kinder können's besser

Titelbild
Was mich bewegt, lerne ich.
Helfe mir, es selbst zu tun.
Mein Be-Greifen geht dem Begreifen voraus.
Im gemeinsamen Tun kann ich wachsen.





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Bewegen - Lernen - sich Verändern
Lernen beginnt mit Bewegung und Körpererfahrung. Im Entdecken der eigenen Fähigkeiten und Grenzen, in der Beziehung mit der Gruppe und in der spielerischen Meisterung neuer Anforderungssituationen wird auf der natürlichen Kreativität, Begeisterungsfähigkeit und Bewegungsfreude der Kinder aufgebaut. In einer vertrauensvollen Atmosphäre ohne Leistungsvergleiche erleben die Kinder eigene Stärken und Schwächen. Anerkennung und individuelle Förderung schaffen Selbstvertrauen und Kooperation in der Gruppe. Dieser Zusammenhang von Wahrnehmen, Erleben und Handeln in der Gruppe ist eine wichtige Grundlage von Lern- und Entwicklungsprozessen.
Psychomotorische Entwicklungsförderung ergänzt die Ausrichtung des Schulsystems auf Intellekt und Leistung. Die Gruppenangebote und Einzelberatungen der Eltern bieten eine wirksame Förderung, die wissenschaftlich fundiert und deren Erfolg belegt ist.
Psychomotorik in der Trainingsgruppe zielt auf eine ganzheitliche Persönlichkeitsentfaltung über das Mittel der Bewegung und der gemeinsamen Aktion in der Gruppe. Basis sind die individuellen Stärken und Ressourcen des Kindes, die in der Therapie gefunden und gefördert werden.
Bewegung und Wahrnehmung: Die körperliche Bewegung in der Trainingsgruppe fördert ständige Anpassung, Erweiterung und Integration der Sinneswahrnehmung.
Erleben: Die Trainingsgruppe regt selbstständiges Erarbeiten und Erspielen von Lerninhalten an. Das Erlebnis, es Selbst bewirkt zu haben, ist der Angelpunkt der Entwicklung (Veränderung des Selbstkonzepts).
Lernen: In der Herausforderung der Aktion lernt das Kind mit individueller Unterstützung durch die Leiterin, sich und sein Tun zu strukturieren. Dies ist eine wichtige Grundlage für alle Lernprozesse (Ich-, Sach- und Sozialkompetenz).
Planen und Handeln: Die Kinder planen die Aktionen in der Gruppe und organisieren ihre gemeinsame Umsetzung. Absprache, Anpassung und gezieltes Vorgehen werden in der Trainingsgruppe gefördert.
Lernen in der Psychomotorik und Schulerfolg
Zu der ganzheitlichen Persönlichkeitsförderung wirken sich die Lernerfolge in der psychomotorischen Trainingsgruppe aber auch auf Kompetenzen aus, die für den Erfolg in der Schule wesentlich sind.
Gruppenfähigkeit:
Kern der psychomotorischen Trainingsgruppe ist die selbst organisierte gemeinsame Aktion. Ihr Kind lernt, sich mit Spass in die Gruppe einzugliedern, sich mit anderen Kindern abzusprechen und sich auf die Anderen einzustellen.
Arbeitsverhalten: In der psychomotorischen Trainingsgruppe werden die Kinder angleitet, gemeinsam Trainingsaufgaben zu entwickeln und anzugegehen. Ihr Kind lernt, selbst gestellte und attraktive, aber anspruchsvolle Aufgaben in Einzelschritte aufzulösen, Lösungsstrategien zu entwickeln und diese umzusetzen. Es lernt, bei Schwierigkeiten an der Aufgabe zu bleiben und die Lösungsstrategie erfolgreich zu verbessern.
Graphomotorik: Das Training der Gesamtkörperkoordination und der motorischen Fähigkeiten wirkt sich auch positiv auf Graphomotorik und Geschicklichkeit bei feinmotorischen Aufgaben wie Schreiben und Zeichnen aus.
Konzentration: Die Trainingsaufgaben verlangen Körperbeherrschung und Konzentration auf das eigene Handeln und das der anderen Kinder. Die Trainingsaufgaben geben sofortige Rückmeldung und fördern die Konzentrationsfähigkeit.
Motivation: Ihr Kind erfährt die Freude beim Lösen neuer, bisher nicht gewagter Trainingsaufgaben in der Gruppe. Es bekommt Bestätigung und Anerkennung von Gleichaltrigen und Anreize für neue Herausforderungen.
Angebot, Hilfe und Förderung
Die psychomotorische Trainingsgruppe ist ein Angebot für alle Kinder, die ohne Leistungsdruck vielfältige Erfahrungen zur Persönlichkeitsstärkung sammeln möchten. Die Gruppe bietet eine individuelle und gezielte Förderung. Davon profitieren besonders auch Kinder mit Förderbedarf im affektiven, emotionalen, sozialen, kognitiven und motorischen Bereich: Lern- und Konzentrationsschwächen (leicht ablenkbar, vergesslich, fehlendes Durchhaltevermögen), Geringes Selbstbewusstsein, Schwächen im planvollem Handeln, Schwächen in Körperwahrnehmung und Bewegungskontrolle (motorische Ungeschicklichlichkeit, Schwächen in Grob- und Feinmotorik, unpassende Kraftdosierung), Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS) mit und ohne Hyperaktivität, Verhaltensauffälligkeiten (mangelndes Einfühlungsvermögen, geringe Impulskontrolle, verminderte soziale Kompetenz, Probleme im Umgang mit Wut und Ärger), Störung der Aufnahme und Verarbeitung von Sinnesreizen (sensorische Integrationsstörung), Verzögerte Sprachentwicklung
Bei Kindern mit diesem besonderen Förderbedarf ist die Trainingsgruppe eine Ergänzung zur therapeutischen Einzelbehandlung.